Kontrastreich

Hallo ihr Lieben,

es ist mal wieder eine Woche vergangen und es gab reichlich zu sehen!

Letzte Woche Mittwoch war ich das erste mal an der Waterfront. Ein bisschen touristisch, aber super schoen.
Auf jeden Fall ein Oertchen an dem man den Feierabend geniessen kann.

Donnerstag gings auf den Green Market. Das ist ein afrikanischer Markt in der Innenstadt, bei dem man hauptsaechlich Souvenire kaufen kann. Man braucht durchaus den ein oder anderen Nerv, denn mit in Ruhe mal schauen geben sich die meisten Haendler leider nicht zufrieden.

Am Freitag war ich mit Clara im farbenfrohen Bo kaap, das ist ein muslimisches Viertel hier in Kapstadt bei dem die einzelnen Haeuser in den unterschiedlichsten knalligen Farben gestrichen sind.

Samstag ging es dann auf den Food Market. Wenn ich hier leben wuerde, wuerde ich mir dort glaube ich jeden Samstag den Bauch voll schlagen. Ueber belgische Waffeln, hinzu Pestobrotaufstrichen ueber Crepes zu Smoothies aller Art ist hier wirklich alles vertreten! Suuuper lecker!

Anschliessend waren wir fuer ein paar Stunden in einem Township. Hier wohnen wirklich die aermsten Menschen Kapstadts. In den Townships leben hauptsaechlich dunkelhaeutige Menschen und man sollte dort auch niemals allein hinein gehen, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit.

Dieses Township war schon eine sehr krasse Erfahrung. Ich glaube man kann sich diese Lebensumstaende von Aussen kaum vorstellen, geschweigedenn ein Leben damit. Hier wohnen wirklich 2-3 Familien in einem 10-14qm Zimmer, wovon das Haus selbst 4-5 hat. Und all diese Menschen teilen sich eine Toilette und ein Waschbecken.
Man findet hier viele Haeuser, die nicht mal ein richtig befestigtes Dach haben und viele Menschen leben in Wellblechhaeusern.
Und doch koennten die Kontraste nicht groesser sein. Die meisten Menschen habe gute Kleidung, tragen Schmuck, fahren ein halbwegs gutes Auto und wirklich sehr vereinzelt haben manche sogar einen Flachbildfernseher.
Die Menschen die hier leben machen absolut keinen unzufriedenen Eindruck. Eher einen zufriedenen mit dem was sie haben und ich wuenschte, dass diese Erkenntnis auch bei uns haeufiger vorkommen wuerde. Es gibt dort gefuehlt keine Vergleiche. Die Menschen haben alle kaum Besitz und das wenige, was sie haben, teilen sie offen und herzlich.
Die Kinder sind die ganze Zeit vor unseren Kameras hin und her gesprungen und wollten fotografiert werden, weil sie es so cool fanden Bilder von ihnen zu sehen.
Die kleinen Freuden des Lebens geniessen!
Was fuer mich wirklich schlimm anzusehen war, war gar nicht die Tatsache der Lebensumstaende, sondern in so viele kraenkliche Gesichter zu schauen. Die meisten Menschen haben einen richtigen Gelbstich, was bei dem rumliegenden Muell und den schlechten Hygienebediengungen nicht wirklich verwunderlich ist. Aber daneben zu stehen und zu wissen, man kann ihnen damit nicht helfen, war fuer mich wirklich schwer.

Am Sonntag ging es ueber verschiedene Stops in Richtung Kap der guten Hoffnung.
Los ging es in einem wundervoll kleinen Kuestenoertchen, weiter ueber Duikesisland auf der unheimlich viele Robben leben in Richtung Simons Town, wo ganz viele zuckersuesse Pinguine in traumhafter Strandlage liegen. Nach ausgiebiger Besichtigung ging es weiter in Richtung Cape Point. Auf dem Rueckweg haben wir nochmal in Muizenberg gehalten, dem Surferparadies hier unten.

Da ich das letzte Mal den Lionshead nicht komplett hoch gewandert bin, haben wir gestern das schoene Wetter genutzt und sind hoch auf die Spitze. Hoehenangst ist hier definitiv nicht angebracht, denn beim hochklettern geht es gerne mal ein paar hundert Meter direkt an der Wegkante abwaerts. Fuer die Aussicht hat es sich aber definitiv gelohnt. Und wie das so ist mit dem Lions Head und den wilden Tieren, ist uns diesmal beim Abstieg ein Skorpion ueber den Weg gelaufen…

Alles Liebe an euch nach Hause!
Anne




Back to TopContact MeShare on FacebookEmail to a Friend
S U P P O R T   M E