Soziales Projekt Südafrika

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Große Veränderungen – das ist definitiv etwas, was mir, aber sicher auch vielen anderen nicht leicht fällt. Wir Menschen sind ja durchaus ziemliche Gewöhnungstiere…
Und doch steckt meiner Meinung nach in Veränderung etwas sehr faszinierendes. Sie gibt die Möglichkeit ein Leben völlig neu zu gestalten und Träume zu erfüllen, die vielleicht aus den verschiedensten Gründen für eine Weile auf Eis gelegt wurden…

Ich war ungefähr 9 Jahre alt, als meine Eltern und ich einen Familienurlaub in Senegal verbrachten. Wir hatten eine tolle Zeit, reisten durch das Land, besuchten verschiedene Märkte und Dörfer, sahen die beeindruckende Natur Afrikas.
Ein Bild dieser Reise ist mir bis heute besonders im Gedächtnis geblieben.

Wir besuchten ein Eingeborenendorf und ich sah ein paar Kinder, die dort mit Blechbüchsen spielten. Die Häuser in denen sie lebten, entsprachen ihren simplen Lebensumständen. Für mich als Kind, war es unheimlich schlimm zu realisieren, dass ich zu Hause so viele Spielsachen und ein großes eigenes Zimmer hatte und die Menschen dort so wenig hatten. Als wir nach Hause kamen, rief ich meine Oma an (sie hatte Kontakte zu sozialen Einrichtungen) und sagte ihr, ich muss dringend Spielzeug an die Kinder nach Afrika schicken. Also packten wir verschiedene Kisten zusammen und ab in die Post damit.

Der Gedanke an diese Kinder hat mich jedoch nicht los gelassen und ich fand es unerträglich, dass ich zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr für sie tun konnte.

Nachdem ein paar Jahre vergangen waren, kam mir ein neuer Gedanke- waren diese Kinder damals wirklich so unglücklich ohne diese große Auswahl an Spielsachen, die ich vorweisen konnte?
Nun, ob sie vielleicht lieber mit etwas anderem gespielt hätten – es steht mir nicht zu darüber zu urteilen. Als Kind war für mich klar, sie mussten unglücklich sein, wenn sie nur mit Blechbüchsen spielen konnten… Zu dem Zeitpunkt, als ich mir diese Frage stellte, änderte sich meine Ansicht über ihre Lebenssituation. Denn dieses Dorf war voller Liebe und Wärme und ich erinnere mich gut an den liebevollen Blick, den ihre Mutter ihnen schenkte.

Aufgrund der Lebensumstände in Afrika, ist diese Liebe und Wärme leider nicht jedem Kind gegeben und es gibt viele Kinder die in überlasteten Kinderheimen leben müssen, da ihre Eltern entweder an Aids verstorben sind, Minenopfer wurden oder einfach so viel arbeiten müssen, dass sie sich nicht selbst um sie kümmern können.

Nachdem die letzten Wochen und Monate einige Veränderungen für mich mit sich brachten, entschied ich, dass es keinen besseren Zeitpunkt geben kann, als mir einen großen Lebenstraum in diesem Winter zu erfüllen. Ich werde im November für 2 Monate nach Südafrika gehen und dort 2 Kinderprojekte in Waisenhäusern unterstützen.

Ich bin kein Mensch, der sich mit so etwas brüsten möchte- warum also das ganze hier veröffentlichen?
Nun das hat 2 Gründe- zum einen würde ich gerne hier für Freunde, Familie und Interessierte meine Erfahrungen teilen.

Der Hauptgrund ist jedoch ein anderer. Vielleicht liest der ein oder andere diesen Text und würde gern selbst helfen, kann aber aus welchen Gründen auch immer nicht selbst nach Afrika fliegen. Ich werde in den nächsten Wochen eine Adresse und einen Zeitraum auf dieser Seite veröffentlichen, an die ihr Pakete senden könnt. Inhalt dieser Pakete können Spielsachen vor allem Kuscheltiere, Bastelzeug, Kleidung, Bücher(am besten Englische) und alles was euch sonst noch einfällt, was Kinder benötigen könnten, sein. Diese Pakete werde ich mit zu den Kindern nehmen und sie dort verteilen.
Wenn ihr selbst keine Sachen besitzt, die ihr an mich senden könnt, aber trotzdem helfen wollt, teilt den Artikel (“Gefällt mir” klicken), damit er sich möglichst weit verbreitet.

Bitte habt Verständnis dafür, dass es während meines Aufenthaltes dort, mir nicht möglich sein wird auf Nachrichten per Mail oder mit Hilfe des Kontaktformulares reagieren zu können.

Zum Schluss möchte ich mich vor allem bei den Menschen in meinem Leben bedanken, die mein Vorhaben unterstützen, die sich um mich sorgen, mir den Rücken frei halten und versuchen mir dabei zu helfen einen möglichst guten Aufenthalt dort unten zu haben. Das bedeutet mir unheimlich viel und freue mich unendlich auf diese Erfahrung. Ich denke es wird eines der tollsten Projekte meines Lebens!

 

 

 

Karin - January 5, 2013 - 3:15 pm

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enjoy the little thinks,
for one day
you may look back
and realize
they were the big things
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